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Neugestaltung der Besoldung; wichtiger Baustein in der Modernisierung der Laufbahnen – Leistung und Qualifikation muss sich lohnen

Neben der Neuordnung der Mannschaftslaufbahnen (wir berichteten) bildet die Überarbeitung der Besoldungsstufen und Amtszulagen der A-Besoldung einen wichtigen Baustein in der Systematik der vom „Verband der Soldaten der Bundeswehr e.V.“ (VSB) erarbeiteten Modernisierung der Laufbahnen. Unter Beibehaltung der sogenannten „A-Besoldung“ (die bekannte und bisher gebräuchliche Stufung der Gehälter und Bezüge nach A 2 bis A 16/B 2) soll nach Vorlägen des VSB eine klare und eindeutige Neueingruppierung der Dienstgradstufen bei gleichzeitigem Wegfall der „Amtszulagen“ erfolgen. Neben der Eindeutigkeit und einer deutlich attraktiveren Vergütung der über die Jahrzehnte durch Auslandseinsätze und Spezialisierung gestiegenen Anforderung bleibt dennoch die wichtige Bindung an die Tarif- und Besoldungsstruktur des öffentlichen Dienstes sowie der Bundesbediensteten erhalten. Hierbei orientiert sich der Vorschlag des VSB nachhaltig an den bereits vorhandenen Strukturen der Polizei des Bundes und der Länder und sieht vor, entscheidende Aspekte auf den Bereich der militärischen Dienstposten zu übertragen. Der Eingruppierung der bisherigen Mannschaftsdienstgrade in den „mittleren Dienst“ wird hier ebenso Rechnung getragen wie eine nachhaltige Attraktivitätssteigerung der Dienstgradgruppen des klassischen Bestandspersonals. Hierzu merkte der Bundesvorsitzende des VSB, Oberstleutnant Thomas Huhndorf, an: „Leistung und Qualifikation muss sich lohnen. Wer sich nach DQR/EQR qualifiziert und bereit ist, die Alleinstellungsmerkmale des Soldatenberufes auf sich zu nehmen, darf im Vergleich mit dem freien Arbeitsmarkt nicht schlechter gestellt werden. Hier stehen wir längst in starker Konkurrenz um Attraktivität. Der Jahrzehnte währende Schrumpfungsprozess der Bundeswehr im Allgemeinen sowie die zunehmenden Abwesenheiten und Belastungen durch Auslandseinsätze im Besonderen hat in der Berufszufriedenheit und inneren Überzeugung des Bestandspersonals deutliche Spuren hinterlassen. Insbesondere in hochqualifizierten Verwendungen wie in der Medizin, Informationstechnologie und Fliegerei entscheiden sich immer häufiger langdienende Berufssoldatinnen und Berufssoldaten, die Bundeswehr trotz erheblicher Auswirkungen auf die Ruhegehaltsansprüche vorzeitig zu verlassen. Viele weitere “fügen sich ihrem Schicksal“ und gelangen unbewusst in die Überzeugung einer “inneren Kündigung“. Zudem wird es in allen Bereichen zunehmend schwerer, den personellen Bedarf in Konkurrenz zur florierenden Wirtschaft zu decken. Diese Effekte sollen durch eine nachhaltige und spürbare Aufwertung und Anerkennung der wachsend anspruchsvolleren Verwendungen vermieden werden.“
Über die Steigerung der Attraktivität der Laufbahnen im Einstiegssegment in Verbindung mit einer deutlich angehobenen Einstiegsbesoldung sorgt vor allem auch die Verbesserung der Besoldungsstruktur im gehobenen und höheren Dienst für eine angemessene und zeitgemäße Vergütung. Darüber hinaus wird die Konkurrenz-Situation mit dem Arbeitsmarkt der freien Wirtschaft zugunsten der Streitkräfte ausgeglichen und kann so einen dringend benötigten Aufwuchs sowie eine Verjüngung des Personalkörpers insbesondere auch im Bereich der Spezialisten und Fachkräfte nachhaltig und wirksam unterstützen. Durch die Möglichkeit eines Leistungsaufstieges angelehnt an Paragraph 27 der Beamten-Laufbahnverordnung „BLV“ wird innerhalb des Personalkörpers ein zusätzlicher Anreiz gegeben, sich weiter zu qualifizieren und sich durch Leistung auf höherwertige Dienstposten zu empfehlen. Der VSB sieht in diesem Konzept und seiner Umsetzung eine dringend notwendige Voraussetzung zum Gelingen der angestoßenen Trendwende Personal.

Anpassung der Besoldungsstufen

 

* Arbeitsbegriff
** nach Laufbahnwechsel max. zwei Besoldungsstufen plus
***   3 Jahre im Endamt, min. 8 Jahre Restdientzeit

Grafik: VSB

RSS-Feed des Bundesministeriums der Verteidigung

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