• Verband der Soldaten der Bundeswehr e.V.

Verband der Soldaten der Bundeswehr e.V. (VSB)

Bonn, 12. April 2018

A1/G1 Tagung 2018

Auf Einladung der Leitung des BMVg fand am 10. und 11. April die turnusmäßige G1/A1-Tagung der Bundeswehr statt. In Anwesenheit hochrangiger Personalverantwortlicher aller Organisationsbereiche wurden an zwei Tagen richtungsweisende Schwerpunkte der strategischen und operativen Personalplanung der Streitkräfte erörtert.
Nach der Eröffnung der Veranstaltung mit einer Keynote von Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen gab es für die Führungsspitzen des Personalmanagements in verschiedenen Formaten Gelegenheit, die Herausforderungen der Trendwende Personal in den unterschiedlichsten Bereichen und Ebenen der Bundeswehr zu beleuchten.
Mit unserem Bundesvorstandsmitglied Kapitänleutnant Peter Wark war der Verband der Soldaten der Bundeswehr qualifiziert vertreten. Als erfahrener Personaloffizier bestand für KptLt Wark die Gelegenheit, zahlreiche Gespräche zu führen und die Ideen des VSB in die Veranstaltung einzubringen. Zielsetzung hier: „Informationen aus der Leitung für die Truppe und Informationen aus der Truppe für die Leitung.“
Auf allen Ebenen war man sich einig, dass viel erreicht wurde, aber es auch noch viel zu tun gibt.
Zu dem mit Spannung erwarteten Thema „Zurruhesetzungsalter“ ergaben sich keine neuen Erkenntnisse. Nach wie vor wird hinsichtlich des Verbleibs im aktiven Dienst über die „besonderen Altersgrenze“ hinaus vordergründig das Prinzip der Freiwilligkeit favorisiert. Insbesondere in unterbesetzten Fach- und Diensttätigkeiten, wie beispielsweise Informationstechnologie, Logistik und Objektschutz, kommt dieses Prinzip jedoch nicht grundsätzlich zur Anwendung. Mit einer Weiterverpflichtung bis hin zur „allgemeinen Altersgrenze“ ist zunehmend zu rechnen. Viele Soldatinnen und Soldaten beschäftigt dieses Thema nun seit mehreren Monaten, da es gravierende Auswirkungen auf die individuellen Laufbahnziele und die gesamte Lebensplanung zur Folge hat. In vielen Fällen ergibt sich daraus eine latente „innere Unruhe“, die sich signifikant auch auf andere Bereiche des Personalkörpers überträgt. Planbarkeit der Laufbahn und der Zurruhesetzung sind ein hohes Gut der Personalführung. Der VSB empfiehlt der Personalplanung im BMVg daher nachdrücklich, im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine rasche Rückkehr zu vorhersehbaren Laufbahn-zielen, Pensionierung und Planbarkeit in allen Laufbahngruppen und Verwendungsbereichen herbeizuführen. Wir setzen uns weiterhin für eine baldige Klärung ein, um die latenten Unsicherheiten bezüglich des Zeitpunktes der generellen Zurruhesetzung zu beseitigen.