• Verband der Soldaten der Bundeswehr e.V.

Der Bundesvorstand des „Verband der Soldaten der Bundeswehr“ (VSB) beschloss bereits im Zuge der konstituierenden Sitzung im Jahre 2012 die Neuordnung der Mannschaftslaufbahn nach einem eigenen neuen Konzept. Nachdem Frau Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen gerade die Attraktivitätsoffensive auf den Weg gebracht hat ist es nun an der Zeit, Nachbesserungen u.a. im Schwerpunkt der „Durchlässigkeit der Laufbahnen“ zu initiieren.

Der VSB fordert daher die Lockerung des bisherigen starren Laufbahngruppensystems.

Der Bundesvorsitzende, Hauptmann Andreas Füllmeier, sagte dazu, „durchlässige Laufbahnen erleichtern und verbessern den beruflichen Aufstieg leistungsstarker Soldatinnen und Soldaten zu Führungskräften oder Spezialisten. Die Motivation eines jeden Einzelnen wird gesteigert und nicht zuletzt profitiert auch der Dienstherr davon, da er das vorhandene Potential besser nutzen, Fähigkeiten erweitern und qualifizierte Mitarbeiter langfristig an sich binden kann. Eine Reform der Ausbildungs- und Personalentwicklungskonzepte ist auch vor dem Hintergrund des Wettbewerbs mit der freien Wirtschaft um guten und qualifizierten Nachwuchs aus Sicht des VSB unerlässlich.

Dazu müssen das Laufbahnrecht novelliert, transparente Leistungsbewertungen und Beurteilungen entwickelt, Barrieren abgebaut, Zugangsmöglichkeiten für Quereinsteiger verbessert sowie wirkungsvolle Anreizsystemen eingeführt werden.“

Die Einführung einer Speziallistenlaufbahn sollte die bisher bekannte und überholte Laufbahn der Mannschaftsdienstgrade ablösen und einhergehen mit einer Änderung in der Besoldungsordnung, analog z.B. zur Bundespolizei. Die Besoldungshöhe ist zukünftig in den Bereichen A 5 bis A 7 anzusiedeln.

„Damit bietet die Bundeswehr künftig finanziell attraktivere Rahmenbedingungen, die dann auch mit den Angeboten vergleichbarer Arbeitgeber mithalten können“, so Füllmeier.

„Mit der Einführung der Besoldungsgruppe B 2 für Obersten wird im Bereich der Bundeswehr bereits zukunftsorientiert reagiert und damit nicht nur die Perspektiven in der Laufbahn der Stabsoffiziere verbessert, sondern auch Raum für Aufstiege aus den übrigen Besoldungsgruppen geschaffen“, sagte Füllmeier weiter.

„Das Konzept haben wir bereits der Leitung des Bundesministeriums der Verteidigung mit der Bitte um Bewertung in den zuständigen Abteilungen im BMVg übersandt. Ferner liegt das Konzept dem Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages – Herrn MdB Wolfgang Hellmich – sowie dem Vorsitzenden des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages – Herrn Peter Boehringer – vor“, so der Bundesvorsitzende.

Der VSB fordert daher:
Spezialistenlaufbahn: A 5 bis A 7
Unteroffizierslaufbahn: A 6 bis A 12
Offizierslaufbahn: A 11 bis A 14
Stabsoffizierlaufbahn: A 14 bis B 3 (bis einschließlich Oberst)

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