(Foto: M.L.) Dieser Beitrag ist Teil einer dreiteiligen Reihe zur militärischen Einordnung, Abgrenzung und internationalen Einbettung der Gender-Advisor-Funktion.
Die Funktion des Gender Advisor ist in internationalen Bündnisstrukturen institutionell verankert und Teil sicherheitspolitischer Vorgaben. NATO-Dokumente sehen vor, dass geschlechtsbezogene Perspektiven in militärische Planungs- und Entscheidungsprozesse eingebracht werden. In der Bundeswehr existiert derzeit ein Pilotansatz im Operativen Führungskommando – eine flächendeckende strukturelle Verankerung entsprechend internationaler Standards ist bislang nicht realisiert.
Die Integration geschlechtsbezogener Analysen in militärische Planungs- und Operationsprozesse wird in der NATO als Element professioneller Einsatzführung verstanden *1.
Auf Ebene des International Military Staff existiert ein Office of the Gender Advisor, das die Integration geschlechtsbezogener Perspektiven in Planung, Operationen und Politik unterstützt *2.
Die NATO trägt zudem die Women, Peace and Security Agenda auf Grundlage der UN-Sicherheitsratsresolution 1325 *3.
In multinationalen Einsätzen, etwa im Rahmen der European Union Military Assistance Mission Ukraine (EUMAM UA), wird die Gender-Advisor-Funktion ebenfalls angewendet *4.
*1 Quelle NATO ACT – Gender Advisor: HQ SACT OFFICE OF THE GENDER ADVISOR | NATO
*2 Quelle NATO IMS Office of the Gender Advisor: IMS Office of the Gender Advisor | NATO Topic
*3 Quelle NATO – Women, Peace and Security: Women, Peace and Security | NATO Topic
*4 Quelle Bundeswehr – EUMAM UA Gender Advisor: Einsatz mit Leidenschaft – die Gender Advisor des Special Training Command (nur Bw-intern)
