Das Heer ist die größte und traditionsreichste Teilstreitkraft der Bundeswehr. Panzer, Infanterie, Artillerie, Pioniere – sie alle bilden gemeinsam die militärische Kraft am Boden. Doch was genau macht das Heer aus, und warum ist es bis heute unverzichtbar?

Was das Heer besonders macht

Das Heer ist die Landstreitkraft der Bundeswehr. Es wirkt dort, wo Boden gehalten, geschützt oder zurückgewonnen werden muss. Kein digitales System, kein Flugzeug und kein Schiff kann ersetzen, was das Heer leisten muss: Menschen vor Ort schützen, Räume kontrollieren und Operationen direkt im Gelände durchführen.

Es ist die Teilstreitkraft, die am stärksten mit den realen Bedingungen vor Ort arbeitet – Wetter, Gelände, Nähe zur Bevölkerung und Unberechenbarkeit gehören zum Alltag. 

Heer – Stärke an Land

Das Heer ist die Landstreitkraft der Bundeswehr. Hier finden sich Infanterie, Panzertruppe, Artillerie, Pioniere, Fernmelder und viele weitere Bereiche. Es ist der Teil, der im Gelände wirkt, Räume gestaltet, schützt oder erkämpft. Die Aufgaben reichen vom Orts- und Objektschutz bis zu komplexen multinationalen Einsätzen.

Aufgaben des Heeres

  • Landoperationen führen
  • von Sicherungsmissionen bis zu hochintensiven Gefechten.
  • Schutz und Stabilisierung in Einsatzgebieten.
  • Gebäude, Gelände und Infrastruktur sichern oder zurückerobern.
  • Unterstützung ziviler Kräfte bei Naturkatastrophen oder Großschadenslagen.
  • Ausbildung internationaler Partner.
  • Abschreckung und Bündnisverteidigung im Rahmen der NATO. 

Struktur: Vielfalt unter einem Dach

Das Heer besteht aus unterschiedlichen Truppengattungen – jede mit eigenem Schwerpunkt, aber alle aufeinander abgestimmt:

Panzertruppen

Schnell, beweglich, gepanzert: Der Kampfpanzer bildet das Rückgrat schwerer Landoperationen.

Panzergrenadiertruppe

Die Kombination aus Panzer und Infanterie – hochmobil, geschützt und flexibel einsetzbar. Infanterie und Jägertruppe Leicht, wendig, geländegängig: Ideal für schwieriges Terrain und Orts-/Häuserkampf.

Artillerie

Feuerunterstützung auf große Entfernung – präzise und wirkungsvoll.

Pioniere

Spezialisten für Brückenbau, Hindernisse, Sperren, Schutzbauwerke und Kampfmittelabwehr.

Heeresaufklärung

Aufklärung mit Drohnen, Spähpanzern, Sensoren und menschlicher Expertise.

Fernmeldetruppe / Führungsunterstützung

Ohne Kommunikation keine Führung: stabile Verbindungen und digitale Einsatzfähigkeit.

Logistik (im Verbund)

Transport, Versorgung, Material – die logistische Kette, die Einsatzfähigkeit erst möglich macht. 

Sanitätsdienst (im Verbund)

Unterstützt das Heer im Einsatz medizinisch und rettungsdienstlich. 

Einsatzrealität: von Übung bis Auftrag

Soldatinnen und Soldaten des Heeres sind regelmäßig in multinationalen Missionen, NATO-Einsätzen, Landes- und Bündnisverteidigung, Übungen mit Partnernationen sowie im Katastrophenschutz eingesetzt. Typisch für das Heer: es muss vor Ort wirken – im Gelände, im Fahrzeug, zu Fuß oder im Verbund mit anderen Teilstreitkräften.

Moderne Herausforderungen

  • Digitalisierung: vernetzte Gefechtsführung, Drohnen, Sensorik.
  • Material und Modernisierung: neue Systeme, modernisierte Fahrzeuge.
  • Flexibilität: Kräfte müssen vielfältig einsetzbar sein.
  • Multinationalität: Einsatz stets im Verbund mit Partnern.
  • Rückkehr zur Landes- und Bündnisverteidigung. 

Fazit

Das Heer ist die Teilstreitkraft, die dort wirkt, wo physische Präsenz entscheidend ist. Ob Schutz, Stabilisierung oder Verteidigung – ohne Kräfte am Boden bleibt jede militärische Operation unvollständig.

Im nächsten Beitrag widmen wir uns der Luftwaffe. 

Wusstest du schon?

Die meisten Auslandseinsätze der Bundeswehr der letzten 20 Jahre wurden maßgeblich vom Heer getragen.

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